Smart Bottles: Die elektronischen Trinkflaschen

Heutzutage wechseln die Trends ja so schnell wie das Wetter. Seit ungefähr zwei Jahren hält sich einer aber ziemlich hartnäckig: Fitness, Gesundheit, gesunde Ernährung sind zu einem Thema für alle geworden. Ein Faktor, der sehr wichtig ist, oft aber vergessen wird, ist regelmäßig zu trinken – was wir leider im Alltag oft vergessen. Und genau für dieses Problem gibt es eine Lösung: Die Smart-Bottle. Wie der Name schon sagt, handelt es sich dabei um eine Flasche – eine Trinkflasche, um genau zu sein. Das ist aber noch nichts besonderes, Trinkflaschen gibt es schließlich wie Sand am Meer. Deswegen gibt es die Smart-Bottle – sie hat nämlich ein paar besondere Features, die dafür sorgen, dass wir unsere Trinkgewohnheiten verändern und mehr trinken.

Die Hard-Facts zu Smart-Flaschen

Ein Sportler mit SmartflascheZuerst einmal: natürlich kann man die Flasche immer wieder neu auffüllen – außerdem läuft sie oft über Lithium-Batterien und hält mindestens ein Jahr, bevor sie ausgetauscht werden muss. Sie kostet ungefähr 50 Euro und lässt sich zum Beispiel ganz einfach bei Amazon finden und bestellen – aber dazu später mehr. Diese Trinkflasche soll uns dabei unterstützen, mehr und regelmäßiger Wasser zu trinken. Denn eine gute Hydration hilft dabei, sich energiegeladener, fitter und gesünder zu fühlen. Um das zu erreichen, wurde bei der „Smart-Bottle“ eine bestimmte Technik verwendet.

Sensoren

So wird zum Beispiel durch einen Sensor innerhalb der Flasche gemessen, wie viel Wasser sich gerade in der Flasche befindet und wie viel wir demnach schon getrunken haben. Außerdem werden wir durch Leuchten oder Erinnerungen am Handy immer wieder zum Trinken aufgefordert – auch, wenn wir das mal wieder in der Hektik des Alltags vergessen haben. Und mal angenommen es ist Sommer und wir schwitzen vor uns hin – wie viel Wasser müssen wir dann trinken? Auch da hilft die „Smart-Bottle“: Sie misst nämlich die Außentemperatur und passt dann unseren Wasserbedarf an. Und schon haben wir der Dehydration ein Schnippchen geschlagen.

Die Synchronisierung

Generell bieten die Hersteller der Flaschen Apps an, mit denen man Flasche und Handy per Bluetooth verbinden kann – und somit immer die Kontrolle darüber hat, wie viel man noch trinken muss, um das persönliche „Hydratisierungsziel“ zu erreichen. Abhängig vom Modell kann man seine „Smart-Bottle“ zum Beispiel auch mit dem Apple Health Kit, Google Fit, Jawbone Up, oder Under Armour verbinden, um den optimalen Überblick zu behalten. Und wenn man sich jetzt immer noch schwer tut, trotz Erinnerungen, Leuchten und eigentlich gutem Willen, mehr zu trinken, hilft vielleicht die Wettbewerb-Funktion. Man kann nämlich auch die eigenen Ergebnisse mit denen der Freunde vergleichen. Der Ansporn, nicht hinterher zu hängen reicht vielleicht aus, dass man doch einfach regelmäßig trinkt und sich damit selber etwas Gutes tut.

Die „Smart-Bottles“ auf Amazon

Auch Amazon hat einige dieser Trinkflaschen im Sortiment. Vier davon stellen wir kurz vor, um zu sehen, was sie aussehen und was sie können.

Die Smart-Trinkflasche von Pawaca

Die Smart-Bottle von Pawaca, hat eine Kapazität von 500 ml, ist BPA frei und besteht aus Edelstahl. Wie man es von einer Smart-Bottle erwartet, misst sie natürlich die täglich aufgenommene Wassermenge, aber auch die Sauberkeit und die Temperatur des Wassers und sorgt somit dafür, dass wir kein verunreinigtes Wasser trinken oder uns versehentlich verbrennen. Um die passende App für die Bottle herunterladen zu können, braucht man mindestens Android 4.4 oder iOS 7.0, um per Bluetooth sowohl seine Daten tracken, als auch Erinnerungen bekommen zu können. Alles in allem also eine Flasche mit Basic-Ausrüstung, die in den Farben weiß, gold, grün, schwarz und violett erhältlich ist.

Die Ozmo Active Smart-Trinkflasche

Die Ozmo Active Smart-Trinkflasche sieht eigentlich aus wie eine ganz normale Trinkflasche, aber weit gefehlt. Zuerst einmal ist sie doppelwandig, wobei die innere Wand BPA frei ist und die Äußere das „to go“ durch einen Tragegriff einfacher macht. Die Ozmo App, die mit Apple, Android, Fitbit, Aplle Health etc. kompatibel ist, ist komplett kostenlos. Automatisch erkennt die Trinkflasche, ob und wie viel Wasser oder Kaffee wir trinken – alle anderen Flüssigkeiten müssen manuell eingegeben werden. Ein weiteres Feature ist der integrierte, wiederaufladbare Tracker, der eine etwa dreimonatige Akkulaufzeit hat. Diese Smart-Bottle gibt es in den Farben blau, grau, pink, rot, türkis, violett und weiß.

Die Smart-Trinkflasche von Magi-Deal

Diese Trinkflasche unterscheidet sich von den anderen durch ein modernes, schlichtes Design und durch seine LED-Anzeige, auf der man die Temperatur des Wassers ablesen kann. Die Flasche kontrolliert außerdem die Wasserqualität und erinnert per Bluetooth daran, regelmäßig Wasser zu trinken. Die Smart-Bottle kann mit bis zu 500 ml Wasser gefüllt werden. Sie ist nur in schwarz und weiß erhältlich.

Die Cuptime2 von Moikit

Zuletzt noch eine etwas andere „Smart-Bottle“. Diese sieht eher einer Tasse ähnlich, da sie keinen verschließbaren Deckel hat. Sie ist also eher nicht zum Mitnehmen geeignet. Dafür aber ist sie zum Beispiel mit einem Akku ausgestattet, der durch eine im Preis enthaltene Ladestation jederzeit wieder aufgeladen werden kann. Auch diese Trinkflasche bzw. „Trinktasse“ ist BPA frei und besteht außerdem aus dem Kunststoff „Tritan“. Es werden über eine Echtzeit-LED-Anzeige sowohl Wassertemperatur als auch enthaltene Menge angezeigt. Auch vor heißen oder kalten Temperaturen wird gewarnt. Auch hier gibt es die Moikit-App, die nicht nur per Bluetooth Daten empfängt und ans Trinken erinnert, sondern auch einen persönlichen Plan zum effizientesten Trinken vorschlägt. Die Cuptime2 von Moikit ist nur in weiß erhältlich.

Fazit zu Smart-Flaschen: Sind sie das Geld wert?

Smartflasche und FitnessuhrDie Frage, ob man so eine „Smart-Bottle“ nun wirklich braucht, kann natürlich nur jeder für sich beantworten. Ihren Zweck erfüllt sie auf jeden Fall, denn durch die regelmäßigen Erinnerungen gewöhnt man sich daran, öfter Wasser zu trinken. Und damit tut man sich selber etwas Gutes. Außerdem gibt es für jeden Geldbeutel das passende Smart-Bottle-Modell. Egal ob total neu und mit den besten Features wie Sauberkeits- und Temperaurmessung ausgestattet oder einfach nur um zu checken, wie viel Wasser noch getrunken werden sollte, es ist bestimmt für jeden was dabei.

Momentan sind sie aber eben vor allem für Technologiebegeisterte interessant. Sie sind halt einfach wirklich cool, und machen eine sonst eher langweilige Tätigkeit (alltägliches Trinken) zu etwas interessanterem. Sie haben außerdem großes Potential als Hilfsmittel. Insbesondere alte Menschen trinken oft zu wenig. Ihnen könnte eine Smart-Flasche die sie regelmäßig daran erinnert mehr zu trinken wirklich eine Hilfe sein. Zugleich muss man aber auch sagen, dass die Modelle die momentan am Markt sind noch nicht wirklich ausgereift sind. Es kommen inzwischen die ersten “langzeit” Erfahrungen mit den ersten Modellen rein. Und insgesamt zeigt sich, dass die meisten Smart-Flaschen recht schnell kaputt gehen. Es kann also durchaus Sinn machen noch mit dem Kauf zu warten.

Will man jetzt trotzdem kein Geld ausgeben, nur um öfter ans Trinken erinnert zu werden, gibt es auch andere Möglichkeiten – ohne eine speziell dafür entwickelte Flasche. Dazu gibt es viele Tricks. Entweder man schreibt sich Zettelchen und klebt die überall hin – an den Spiegel oder auf den Laptop. Hauptsache sie gehen nicht unter. Oder man trackt seine Flüssigkeitsaufnahme manuell mit speziellen Apps, die nebenbei auch nichts kosten. Aber wie gesagt, schlussendlich ist es jedem selbst überlassen, ob er nun kontrolliert Wasser trinken möchte oder sich lieber auf sein Gefühl verlässt.