5 einfache Tricks um mehr Wasser zu trinken

Wie wahnsinnig wichtig eine ordentliche Flüssigkeitszufuhr für Menschen ist, haben wir bereits in eigenen Artikeln betrachtet. Worauf wir aber bisher nur in einem begrenzten Kontext eingegangen sind, ist wie man denn wirklich im Alltag mehr Wasser trinken kann.
In diesem Artikel schauen wir uns eine Reihe von Tipps und Tricks an, wie man mehr Wasser in seinem Tag unterbringen kann.

Wasser mit der richtigen Temperatur trinken

Trinkflaschen voll eiskaltem WasserUnterschiedliche Menschen haben unterschiedliche Geschmäcker. Manche Leute finden Wasser das lauwarm ist absolut widerlich, während wiederum andere kaltes Wasser nicht ausstehen können, weil es ihnen an den Zähnen wehtut.

Hier muss man ein wenig herumexperimentieren und den persönlichen „Sweet-Spot“ bei der Temperatur finden, an dem man Wasser nicht nur in kleinen Mengen weg trinkt will, sondern gleich in großen Schlücken. Das kann, aus persönlicher Erfahrung gesprochen, einen wirklich großen Unterschied machen. Für mich ist sehr warmes Wasser ideal – nicht so heiß, dass man sich die Zunge verbrennt, aber auch nicht einfach nur „lauwarm“, sondern gerade so zwischendrin dass man noch eindeutig die Wärme spürt wenn es die Speiseröhre heruntersaust.

Wobei sich das auch je nach der Jahreszeit ändern kann. Im Winter ist es oft viel schöner große Mengen warmes Wasser zu trinken, und im Sommer hingegen kann man gar nicht genug vom kalten Wasser bekommen.

Falls man nun eine klare Temperaturpräferenz hat, empfehlen wir eine isolierte Wasserflasche anzuschaffen. Moderne Isolierflaschen sind wirklich der Wahnsinn – kein Vergleich mit den alten Isolierkannen von vor 20 Jahren. Moderne Isolierflaschen sind viel leichter, weniger dick und generell viel einfacher verwendbar, und schaffen es trotzdem um Welten besser zu isolieren als die großen Isolierkannen die man früher vielleicht beim Skifahren dabei hatte.

Regelmäßige Wecker setzen

Gerade in der Anfangszeit werden auch die nobelsten und besten Absichten nichts helfen – man wird vergessen mehr zu trinken. Wieder und wieder. Das ist ganz natürlich und passiert immer wenn man versucht sein Leben und vor allem seinen Gewohnheiten auf irgend eine Weise umzustellen.

Das beste Hilfsmittel ist hier in der Anfangszeit irgend eine Form von Wecker. Den kann man darauf einstellen, alle 1 oder 2 Stunden zu klingeln und einen daran zu erinnern wieder etwas mehr zu trinken. Welche Art von Wecker man dabei verwendet ist eigentlich egal – am Computer, am Smartphone oder einfach ein alter Aufziehwecker können hier alle ihren Dienst tun.

Falls man ein großer Technikfan ist, oder das ganze ernsthafter angehen will, kann man auch darüber nachdenken sich eine App für das Smartphone zu holen, oder sogar eines der vielen Fitnessarmbänder wie z.b. das Fitbit. Diese erlauben es im Normalfall auch zu tracken, wann man trinkt.

Und für die ganz begeisterten Technikfans gibt es jetzt seit neuestem etwas besonderes: Die Smart-Bottles. Das sind Wasserflaschen mit eingebauter Elektronik, die mit dem Smartphone synchronisiert werden können, und es so erlauben ganz genau zu tracken, wann man wie viel trinkt, und wie weit das vom Plan abweicht. Smart-Bottles sind so eine interessante Idee, dass wir sie uns das Thema in einem eigenen Artikel, und die einzelnen Modelle in Reviews angeschaut haben.

Mit Mahlzeiten Wasser trinken

Weinglas voll mit WasserEs wird inzwischen immer öfter empfohlen während, und nach dem Essen etwas Wasser zu trinken. Das Wasser kann dabei helfen die Verdauung anzuregen und es kann, wie wir in unserem Artikel zu Wasser und Abnehmen genauer angeschaut haben, dafür sorgen, dass man weniger isst indem es das Völlegefühl stärkt.

Manchen Leuten geistert aber im Kopf noch eine andere Regel irgendwo im Hinterkopf herum, die vielleicht noch von der Oma mitgegeben wurde: Während dem Essen soll man nicht trinken. Die bekannteste Version davon ist die Regel „nach Kirschen und Steinobst kein Wasser trinken“. 

Das war früher vor allem in ländlichen Regionen eine bekannte Regel. Die Hygiene war früher bei Nahrungsmitteln tendenziell eher fraglich, und durch eine große Menge Wasser direkt vor oder während einer Mahlzeit , so die Befürchtung, könnte die Magensäure so verdünnt werden, dass sie die Keime und Bakterien nicht mehr so effektiv abtötet. Wenn dann entsprechend viele solcher Keime auf dem Obst waren bestand die Angst, dass das zu ordentlichen Verdauungsproblemen führen könnte.

Heute hört man die Regeln nur noch selten, auch weil sie nicht wissenschaftlich Stützbar zu sein scheint. Nach aktuellem Stand des Wissens wirkt sich Wasserkonsum nicht merkbar auf die Magensäure aus.

Man kann also getrost ein ordentliches Glas Wasser mit den Mahlzeiten trinken. Und wenn man das Glas Wasser verwendet, um ein Glas Saft oder Cola zu ersetzen, dann spart man noch dazu ein paar Kalorien – was den meisten von uns mit Sicherheit nicht schadet.

Morgens vorhydrieren

Direkt nach dem aufstehen ist eine großartige Chance gleich eine ordentliche Menge Wasser zu trinken. Nach dem Aufwachen hat man normalerweise seit mindestens 8 Stunden nichts mehr getrunken und ist ohnehin schon ein wenig dehydriert. Entsprechend hat man morgens meistens eh schon von Natur aus einen ordentlichen Durst. Das wird noch dazu verstärkt weil die meisten Leute (gerade mit zunehmendem Alter) Abends weniger trinken um Nachts nicht raus zu müssen.

Morgens ist dann der Zeitpunkt gekommen um nicht zu kleckern, sondern zu klotzen. Gleich nach dem Aufwachen viel Wasser zu trinken stillt nicht nur den Durst, sondern es füllt gleich die Wasserreserven auf, und gibt einen Puffer an dem man den Rest des Tages zehren kann, falls man irgendwann wieder man vergisst zu trinken. In dieser Hinsicht ist das also eine Art „Versicherung“ gegen spätere Fehler.

Was meinen wir nun mit „einer ordentlichen Menge Wasser“? Typisch ist hier eine Größenordnung von einem halben oder ganzen Liter. Das kommt natürlich stark auf die persönliche Situation an, aber wenn man nach dem Trinken erst mal Luft holen muss, ist man schon auf einem guten Pfad.

Erinnerungen

Wir hatten es oben bei den Weckern ja schon mal angesprochen: Gerade in der Anfangsphase (aber meistens auch noch langfristig) sind Erinnerungen von außen notwendig. Mehr Wasser zu trinken ist einfach etwas woran man nicht von alleine denkt, während man sich durch einen stressigen Tag kämpft.

Neben Weckern gibt es noch einen zweiten praktischen Ansatz zur Erinnerung, der aus der Bodybuilding-Welt kommt: Man nimmt einfach eine große Wasserflasche und stellt sie an einen Ort an dem man sie während dem Tag immer wieder quasi „aus versehen“ sieht. Für die meisten Büroarbeiter wäre das z.B. auf dem Schreibtisch neben dem Monitor.

Dann nimmt man etwas Klebeband oder einen anderen Aufkleber, und markiert verschieden Stellen bis zu denen man zu einer bestimmten Uhrzeit getrunken haben sollte.

Das nimmt einem quasi das ganze Nachdenken ab – wenn man die Flasche sieht schaut man irgendwann reflexartig auf die Uhr und weiß, ob es wieder Zeit ist zu trinken oder nicht. Nach einiger Zeit wird das einfach zur Gewohnheit.

Es funktioniert also ein bisschen so wie ein „sanfter Wecker“, weil es einen nicht aus dem Arbeitsablauf reißt, sondern nur Erinnert, wenn die Augen ohnehin durch die Gegend wandern.

Das wichtigste ist auch hier, das ganze konsequent zu machen und nicht nur gelegentlich.

 

Geschmack

Eine Tasse Tee mt MinzeMan isst und trinkt nur gerne wenn es auch gut schmeckt. Das ist eigentlich klar, aber wird zu oft ignoriert. Viele Leute glauben immer noch, dass man nur die Wahl hat zwischen gutem Geschmack oder guter Gesundheit. In Wirklichkeit gibt es aber Möglichkeiten Wasser schmackhaft zu machen – selbst wenn man eigentlich ein Fan davon ist.

Zuerst einmal ist da der Tee – und zwar nicht nur der klassische Schwarztee, sondern Tee in all seinen unendlich vielen Variationen, also Kräutertees, Fruchttees, Ingwertee, Roiboschtee, und was es noch alles gibt. Die meisten Supermärkte haben eine ganze Regalreihe in der nichts anderes als Tees zu finden sind. Da sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Und falls man lieber etwas kaltes mag – viele Tees schmecken auch als Eistees super.

Ein momentan sehr beliebter Ansatz sind Infusor-Flaschen. Diese sind eine relativ neue Entwicklung, aber die Idee dahinter ist sehr alt. Man nimmt kleingeschnittene Stücke Obst und legt sie eine Zeit lang in kaltes Wasser ein. Das Obst gibt Geschmack und Vitamine an das Wasser ab, dass eine erfrischende Fruchtige Note bekommt. Wir haben uns mit dem Thema Infusor-Flaschen und Obstwasser in einem eigenen Artikel beschäftigt.

Wenn man es nicht übertreibt, sind auch gelegentlich Schorlen eine Option. Nicht zu oft, und nicht zu viel Saft, dann ist das trotz des relativ hohen Zuckergehaltes von Saft immer noch in Ordnung.

Das gleiche Gilt für Sirup, wie z.b. den sehr beliebten Holunderblütensirup. Sirup ist ja eigentlich fast schon purer Zucker, aber wenn man wirklich nur ein bisschen in eine entsprechend große Menge Wasser tut, ist es auch nicht schlimm.

Die richtige Flasche hilft

Warum Flaschenwasser aus dem Supermarkt schlecht für alle ist, haben wir uns bereits in einem eigenen Artikel angeschaut. Worum es hier geht sind richtige Mehrwegflaschen die man zuhause befüllt und immer wieder verwendet.

Früher waren die guten alten Edelstahlflaschen so ziemlich die einzige Option, aber jeder der eine davon schon mal langfristig verwendet hat, weiß dass diese früher oder später ein leichtes „Geschmäckle“ entwickeln.

Moderne Flaschen sind davon wirklich Welten entfernt. Sie sind darauf ausgelegt so flexibel und einfach verwendbar wie möglich zu sein – also leicht befüllbar, auslaufsicher, wahnsinnig stabil, und noch dazu hübsch anzuschauen. Eine ordentliche Flasche kann es wirklich viel einfacher machen mehr Wasser zu trinken.

Falls man spezielle Bedürfnisse hat, gibt es auch Smart-Bottles, mit denen man genau tracken kann wann und wie viel man trinkt, oder Isolierflaschen mit denen man den ganzen Tag über warme Getränke haben kann, obwohl man sie nur einmal am morgen zubereitet hat.

Fazit zu Tipps um mehr Wasser zu trinken

Glas mit SprudelwasserEs gibt viele, viele Möglichkeiten um mehr Wasser in den Alltag einzubauen. Die oben aufgelisteten Schritte sind ein guter Einstieg um einem das Leben einfacher zu machen.

Letztendlich ist aber die Situation für jeden unterschiedlich – für einen Schüler, der vom Lehrer zur Schnecke gemacht wird, wenn im Unterricht ein Wecker klingelt (oder sogar fürs trinken selbst) ist das z.b. keine Option. Jemandem der an Sodbrennen leidet könnte das Glas Wasser zu den Mahlzeiten Probleme bereiten.

Hier hilft nur experimentieren – nur für die wenigsten Menschen werden alle der Ansätze die wir aufgelistet haben in Frage kommen. Aber ein oder zwei davon wird fast jeder versuchen können.

Das allerwichtigste ist anzufangen. Nur am Computer zu Sitzen und Artikel lesen ist der einfache Teil – das was man liest tatsächlich umzusetzen ist der schwierige Teil.

Also los – besorgen Sie sich eine ordentliche Wasserflasche die Sie wirklich langfristig verwenden wollen, (ein guter Startpunkt um eine zu finden sind unsere Reviews) und stellen Sie sie sich auf den Tisch. Und dann probieren Sie einfach mal die Tipps aus diesem Artikel aus.

Und falls Sie nicht wissen wie Sie die Zeit überbrücken wollen, bis es wieder Zeit zu trinken ist, dann kaufen lesen Sie doch einfach noch ein paar von unseren anderen Artikel.